Orkantief „Friederike“: Warum das Betreten der Wälder jetzt lebensgefährlich und verboten ist

19.01.2018

WICKEDE (RUHR) / KREIS SOEST. Das Orkantief „Friederike“, welches am gestrigen Donnerstag (18. Januar 2018) mit seinen Windböen über die Gemeinde Wickede (Ruhr) und ganz Nordrhein-Westfalen gefegt ist, hat erhebliche Schäden hinterlassen. Die Folgen des Unwetters wirken zudem noch fort.

So teilte die Kreisverwaltung am heutigen Freitag (19. Januar 2018) mit: „In den Wäldern im Kreis Soest besteht durch die Sturmschäden Lebensgefahr.“ Und Fachbereichsleiter Thomas Wälter vom forstwirtschaftlichen Landesbetrieb „Wald und Holz NRW“ erklärt dazu: „Wer diese Wälder betritt, begibt sich leichtsinnig in Lebensgefahr. Nach so einem Sturm besteht die Gefahr, dass beschädigte Bäume unvorhersehbar zu Boden stürzen und dicke Äste aus großer Höhe zu Boden krachen. Das geht in Sekundenbruchteilen, da kann keiner ausweichen. Und wenn was passiert, ist die Bergung von Personen bei von Bäumen versperrten Wegen kaum möglich.“

Sperrungen beachten und Wälder nicht betreten

Und auch Jens Hoheisel als Geschäftsführer des Naturparks „Arnsberger Wald“ bestätigte dies: „Abgebrochene Äste hängen in den Baumkronen, ganze Baumkronen sind lose und drohen runter zu fallen und entwurzelte Bäume hängen in anderen Bäumen fest.“ Und weiter beschreibt er die Gefahr: „Mehrere Tonnen Holz können dann jederzeit zu Boden fallen. Das geht leider in Bruchteilen von Sekunden.“ Deswegen seine Warnung: „Wälder vorerst nicht betreten und Sperrungen beachten und überaus ernst nehmen.“

Bußgeld bei Missachtung der Sperrungen

Wer die Sperrungen missachtet, riskiert übrigens ein Bußgeld, heißt es von Behördenseite. Und: Die Sperrungen „zum Zweck der Erholung“ würden zunächst bis Ende Januar 2018 gelten.

Auch die Gemeinde Wickede (Ruhr) hat Waldwege für Spaziergänger deshalb seit dem heutigen Freitag (19. Januar 2018) gesperrt. Dies gilt beispielsweise für den Erbke-Wald ebenso wie für den Hövel-Wald, wo die Bäume – laut Aussagen von Anliegern – wohl reihenweise durch die Windböen des Orkans „Friederike“ entwurzelt und umgeworfen wurden. Ganze Flächen seien durch den Orkan „umgemäht“ worden.

Zudem gibt es auch dort etliche angebrochene Stämme und Äste, die bereits bei leichteren Windböen ganz abbrechen und zu Boden stürzen könnten.

Förster will Sturmschäden am Wochenende aufnehmen

Der für den kommunalen Wald in Wickede zuständige Förster Allan Mitchell will sich noch an diesem Wochenende vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Sturmschadens im kommunalen Forst machen.

Die Aufarbeitung der Sturmschäden im Wald wird aber voraussichtlich noch eine Zeit lang dauern. Denn eine Herausforderung bei der Aufarbeitung der Sturmschäden sind die nassen Waldböden. Die sind vielerorts so aufgeweicht, dass die erforderlichen Maschinen dort nicht fahren können.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Blick in den Hövel-Wald in Wickede FOTO: ANDREAS DUNKER
Blick in den Hövel-Wald in Wickede FOTO: ANDREAS DUNKER

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