Bilanz der Polizei für 2017: Mehr Verkehrsunfälle im Kreis Soest

23.02.2018

KREIS SOEST. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Soest sei im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent angestiegen, teilte die Kreispolizeibehörde Soest am heutigen Freitagvormittag (23. Februar 2018) mit. Im Rahmen der jährlichen Präsentation der regionalen Verkehrsunfall-Statistik mussten Polizei-Direktor Jochen Brauneck, Verkehrsdienst-Leiter Alfons Köhsmeier und Pressesprecher Frank Meiske mitteilen, dass sich die Unfallzahl von 8.425 (2016) auf 8.782 (2017) außerhalb des Bundesautobahn-Netzes erhöht habe. Die zusätzlichen 357 Unfälle führten die Beamten nicht zuletzt auf das gestiegene Verkehrsaufkommen auch auf Bundes- und Landstraßen sowie kommunalen Wegen zurück.

Dabei liege das Risiko an einem Verkehrsunfall im Kreis Soest beteiligt zu sein immer noch wesentlich geringer als im landesweiten Durchschnitt, hieß es. Denn die ländliche Lage sorge für niedrigere Unfallhäufigkeitszahlen (gemessen an der Einwohnerzahl) als in den großstädtischen Ballungsräumen von Nordrhein-Westfalen.

Außerdem spiele für die Verkehrsunfälle natürlich auch der Verlauf von Hauptverkehrsadern eine entscheidende Rolle.

Weniger Verkehrsunfälle mit Personenschäden

Als positiv bewerteten die Polizisten die Abnahme der Unfälle im Kreis Soest mit Personenschäden um 7,4 Prozent. Diese sei im Vergleich zu den letzten Jahren gesunken. Trotzdem habe man noch elf Verkehrstote sowie 229 Schwerverletzte und 646 Leichtverletzte für 2017 zu beklagen.

Zahl der Unfallfluchten hat erheblich zugenommen

Bei den angezeigten Verkehrsunfällen mit Flucht vom Unfallort sei die Zahl insgesamt um neun Prozent auf 1.208 Fälle angestiegen, erklärte Verkehrsdienst-Leiter Alfons Köhsmeier. Die Aufklärungsquote läge dabei allerdings über 50 Prozent, so Polizei-Direktor Jochen Brauneck.

Um 23 Prozent rückläufig seien hingegen die Unfallfluchten mit Personenschäden. Dies sei wohl nicht zuletzt auf die intensiven Ermittlungstätigkeiten der Polizei in diesen Fällen zurückzuführen, meinten die Beamten.

Auf Grund der Beweissicherung vor Ort durch fachkundige Mitarbeiter des Verkehrskommissariats beispielsweise mit sogenannter „Spurfixfolie“ könne man in der Regel doch Rückschlüsse auf die Unfallverursacher ziehen und diese fast immer ausfindig machen.

Parkplätze zu schmal für breite Autos der heutigen Zeit

Als Ursache für Sachschäden im Bereich des ruhenden Verkehrs nannte Alfons Köhsmeier häufig viel zu enge Parkplätze für die heute häufig breiteren Fahrzeuge.

Drei getötete Motorradfahrer im Jahre 2017

Durch das Naherholungsgebiet rund um den Möhnesee und die Lage des Kreises Soest als „Tor zum Sauerland“ gäbe es in der Region auch viel Motorrad-Verkehr. Insgesamt habe man 2017 drei getötete sowie 26 schwerverletzte und 38 leichtverletzte Kradfahrer verzeichnen müssen.

Deshalb seien in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den Polizei-Behörden Hamm und Unna auch wieder zwei Schwerpunktkontrollen im Laufe der Motorrad-Saison 2018 für den Kreis Soest geplant, so Alfons Köhsmeier.

Zu hohe Geschwindigkeit weiterhin „Killer Nummer 1“

Denn „Killer Nummer 1“ im Straßenverkehr sei weiterhin eine zu hohe Geschwindigkeit, betonte Polizei-Direktor Jochen Brauneck.

Neben „Temposündern“ sage die Polizei landesweit aber auch „Alkohol und Drogen am Steuer“ sowie durch elektronische Geräte wie Smartphones „App-gelenkten“ Fahrern weiterhin den Kampf an, hieß es.

ANDREAS DUNKER für „wickede.ruhr HEIMAT ONLINE“

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Pressesprecher Frank Meiske, Direktor Jochen Brauneck und Verkehrsdienst-Leiter Alfons Köhsmeier (von links) von der Kreispolizeibehörde Soest präsentierten die Verkehrsunfall-Statistik 2017. FOTO: ANDREAS DUNKER
Pressesprecher Frank Meiske, Direktor Jochen Brauneck und Verkehrsdienst-Leiter Alfons Köhsmeier (von links) von der Kreispolizeibehörde Soest präsentierten die Verkehrsunfall-Statistik 2017. FOTO: ANDREAS DUNKER

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